Homeoffice zwischen Belastung und Chance

Veröffentlicht von Klaus Starch am

Arbeit im Homeoffice

Die Lock Downs der Vergangenheit und die Empfehlung der staatlichen Organe, soweit als möglich von zuhause aus zu arbeiten, haben das Homeoffice in den vergangenen zwei Jahren immer populärer werden lassen. Dadurch ist auch nach Beendigung der Corona-Maßnahmen mit einer verstärkten Nutzung dieses Arbeitsumfeldes zu rechnen.

Die Arbeitgeber freuen sich über die Reduktion der Raumkosten durch Shared-Desk Offices. Mitarbeiter stehen im Bedarfsfall morgens schon früher und abends länger zur Verfügung, da die Fahrt zur Arbeitsstätte und wieder zurück wegfällt.
Mitarbeiter freuen sich über den Zugewinn an Freizeit aus dem gleichen Grund.

Das Homeoffice hat nicht nur Vorteile

Doch der Trend zu mehr Homeoffice hat nicht nur Vorteile. Wie bereits in einem vorigen Blog beschrieben, entstehen u.a. Effizienzdefizite durch die Restriktionen in der Kommunikation, wenn diese primär elektronisch erfolgt.

Die Verantwortung des Arbeitgebers die physische und psychische Gesundheit des Arbeitnehmers zu gewährleisten (Art 5 Europäische Arbeitsschutzrichtlinie, § 11 ArbSchG…) lässt sich nicht mehr räumlich auf ein Betriebsgelände beschränken. Die Maßnahmen ein sicheres, freundliches, kommunikatives und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen, sind im Homeoffice schwerer umzusetzen, da sich die Arbeitsumstände der Mitarbeiter der Kenntnis des Arbeitergebers entziehen.

Belastungen im heimischen Umfeld

Auch aus der Sphäre der Mitarbeiter resultieren einige Stressoren, angefangen von nicht ausreichender Bandbreite des Internetanschlusses um alle Familienmitglieder ausreichend zu versorgen, bis hin zum Gefühl ständig verfügbar zu sein. Diese belasten die Zufriedenheit der Mitarbeiter im Arbeitsalltag.

Daher verschwindet die Abgrenzung zwischen Arbeitswelt und Privatleben zunehmend. Erholungsphasen, die zum Erhalt der Leistungsfähigkeit notwendig sind, werden demzufolge vernachlässigt. Das führt zu einem Gefühl der Überforderung, das bis zu somatischen Störungen führen kann.

Hier wurden einige, durch Homeoffice entstehende Belastungen dargestellt. In zwei folgenden Beiträgen werden Maßnahmen vorgestellt um die psychische Belastung im Homeoffice zu vermeiden. Ein Beitrag befasst sich mit Möglichkeiten die im Unternehmen liegen, der weitere mit Hilfestellung für die Mitarbeiter.

Sie wollen auch einen Blog-Beitrag schreiben?

Sehr gerne!  In diesem allgemeinen Druck-Blog können sich alle Menschen, die in der Druck- und Weiterverarbeitungsbranche arbeiten, mitteilen: Egal ob sie nun Drucker, Vertriebler, Innendienstler, Geschäftsführer, Gesellschafter oder Student sind, egal ob sie beim Handel, der Zulieferindustrie oder in einem der Druck-Verbände arbeiten. Denn dieser Druck-Blog ist der Blog aller Menschen in der Druckbranche. Für Fachthemen, aber ebenso für persönliche, individuelle Erfahrungen.

Schreiben Sie „frisch und frei von der Leber weg“, frech oder nachdenklich, stets aber unredigiert zu den Themen, die sie persönlich oder beruflich bewegen. Lediglich politische, rassistische und religiöse Themen sind ausgeschlossen. Es kommt auch nicht auf Ihren Status an: Hier ist jeder willkommen, der mit der Druckbranche verbunden ist! Und natürlich tun Sie damit auch etwas für Ihre persönliche Selbstvermarktung…

Wie es geht, steht im Detail hier!


Klaus Starch

Klaus Starch, gelernter Volljurist. Nach 20jähriger Tätigkeit im Management internationaler z.T. börsenotierter Unternehmen als CRO; CFO und CEO, zog er den Lehrstuhl dem Chefsessel vor. Seit 2014 lehrt er am Department Psychologie der LMU (Ludwig Maximilian Universität München) und VIU (Venice International University) „Coaching in komplexen Systemen“ und „Krisenintervention“ und engagiert sich in der Mobbingforschung. Vorträge im In- und Ausland führten ihn durch Europa bis nach Südamerika.